Rezension – Demut von Mats Olsson

Demut Mats Olsson

Hallo ihr Lieben,

es waren 7 Wochen. 7 Wochen, in denen ich mich mit „Demut“ von Matts Olsson beschäftigt habe.
Diese 7 Wochen waren voller Regen und auch mal wieder Sonnenschein – ganz irisch natürlich. So war es auch mit diesem Thriller – ein Auf und Ab der Gefühle. Und das Ganze ist nicht unbedingt positiv gemeint.
„Demut“ – ein Thriller, der mir bereits vor seiner Erscheinung ein ganz klein wenig Nervenkitzel bereitet hat. Ich konnte es wirklich kaum erwarten, ihn endlich zu lesen. Und umso mehr habe ich mich gefreut, ihn als Rezensionsexemplar zu erhalten.
Als ich ihn dann endlich in den Händen hielt – am Tag meiner Graduation – fing ich natürlich gleich im Flugzeug an zu lesen.
Nun ja, und so begann sie, die sieben-wöchige Odyssee. Selten habe ich so lange für ein Buch gebraucht. Dazu muss ich aber auch sagen: dieser Thriller hat mehr als die üblichen 300-400 Seiten.Wir lesen Bücher, weil wir etwas Bestimmtes empfinden möchten. Bei diesem Thriller hoffte ich auf außergewöhnlichen Nervenkitzel. Ich empfand leider mit jedem weiteren Tag genau das Gegenteil. Zwang, Langeweile und Zeitverschwendung – falls man Zeitverschwendung empfinden kann. Zum Teil fühlte ich auch Scham. Scham für den Protagonisten und die Handlungen, und generell die Geschichte, die sich Matts Olsson ausgedacht hat.Für mich, wie auch für viele anderen, wirkt es mehr so, als würde der Autor gerne den doch schon etwas verblichenen Trend von „Fifty Shades of Grey“ für monetäre Zwecke nutzen wollen. Ja, es war mal in über SM zu schreiben, zu sprechen. Ja, es ist eine interessante Idee, die Vorlieben des Protagonisten mit den Taten des Bösen zu paaren. Aber nur, wenn es authentisch ist und gut funktioniert. An dieser Stelle zieht sich die Geschichte leider. Es wurden alle Straßen in Schweden im genausten Detail beschrieben, und das ist nur ein Beispiel. Es störte den Lesefluss, und half mir leider auch nicht mich mehr in der Geschichte einzufinden.
Eigentlich wurde alles auf mehreren Seiten und immer und immer wieder im tiefsten Detail beschrieben. Mir fehlte meine eigene Erfindungskraft und Kreativität. Das ist nicht das, was ich möchte.

Dieses ganze Beschreiben resultierte darin, dass dieser Thriller für meinen Geschmack zu ruhig war. Es ist für mich ein typischer skandinavischer Thriller. Die Charaktere sind doch alle ganz anders. Harvey, der Protagonist, hat eine ganz besondere Vorgehensweise, die ich mochte. Er war einfach etwas härter, hat sich durchgesetzt, und Dinge herausgefunden, ohne lange zu zögern. Der Täter wird emotional beschrieben, man fühlte ihn und seine Gedanken. Für mich waren es tatsächlich alle Charaktere, die mich davon abhielten den Thriller vorzeitig abzubrechen. Naja, und mein persönliches Prinzip, dass man Bücher nicht abbricht.

Dieser Thriller basiert auf einer tollen Idee. Er könnte etwas ganz Spezielles sein, jedoch haperte es an der Umsetzung. Sehr schade. Insofern ich es richtig verstanden habe, soll es eine Reihe werden. Ich werde Sie definitiv nicht beenden.

Also, warum sollte wir dieses Buch lesen?

Ich kann es euch ehrlich nicht sagen.
Ihr solltet es lesen, wenn ihr euch eure eigene Meinung bilden möchtet. Andernfalls findet ihr um einiges spannendere Thriller.Sterne: 1.5/5

Bibliographie:

Seiten: 736

Verlag: btb

Erschienen: 27 Februar 2017

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