Marlene von Hanni Münzer

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München 1944: Erschüttert steht Marlene vor dem ausgebombten Haus am Prinzregentenplatz. Ihre Freundin Deborah und deren kleinen Bruder Wolfgang wähnt sie tot. Doch das kann ihre Entschlossenheit zum Widerstand nicht brechen. Todesmutig stürzt sie sich in den unheilvollen Strudel des Krieges, immer wieder riskiert sie ihr Leben und wird zu einer der meistgejagten Frauen im Deutschen Reich. Sie schließt ungewöhnliche Freundschaften und lernt einen ganz besonderen Mann kennen. Einen Mann, dem das eigene Leben nichts gilt, der aber alles für die Kinder tut, die er unter seinen Schutz gestellt hat. Bald sieht sich Marlene vor der größten Entscheidung ihres Lebens: Sie erhält die Chance, den Verlauf des Krieges zu ändern, vielleicht Millionen Menschen zu retten. Doch dafür müsste der Mann, den sie liebt, sterben …

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„Marlene“ von Hanni Münzer ist am 1. September im Piper Verlag erschienen, und ist der zweite Teil der Honigtot-Saga.

Bereits im ersten Teil „Honigtot“ durfte der Leser Marlene kennen und lieben lernen. Umso mehr freute ich mich auf den zweiten Band, der die unfassbare Lebensgeschichte dieser Frau erzählt. Die Rezension zum ersten Teil findet ihr hier.

Der zweite Band, startet wie der erste, ebenfalls in der Gegenwart. Marlene, bereits eine alte Frau, lädt Freunde ein um ihnen ihre Lebensgeschichte zu erzählen.

Und daraufhin findet der Leser sich in den Jahren von 1944 und der Nachkriegszeit wieder, und bekommt ungeschönt die Erlebnisse der damaligen Zeit berichtet. Für mich ist es sehr wichtig, dass diese Zeit unserer deutschen Geschichte nicht in Vergessenheit gerät, und dazu trägt Hanni Münzer in ihrer Honigtot-Saga bei.

Mir hat besonders gut gefallen, dass Hanni Münzer die historischen Fakten wirklich recherchiert und authentisch eingebracht hat. Besonders toll fand ich die „Kriegssplitter“ in „Marlene“. Sie bestanden aus Zitaten und Fakten aus der Kriegs- und Nachkriegszeit, und waren alle durchweg interessant, und halfen auch dem Leser noch mehr in diese Zeit einzutauchen. Absolut genial!

Die Thematik des Widerstands durch Marlene, als Charakter, und ihr Wunsch den Krieg zu beeinflussen ist unfassbar spannend. Jedoch brauchte ich doch etwas länger um in diesen Roman reinzufinden. Selbst nachdem ich zwei Wochen Zeit hatte darüber nachzudenken, woran es lag, weiß ich es noch immer nicht. Ich vermute einfach, dass durch den unfassbar guten ersten Teil der Saga „Honigtot“ meine Vorfreude und Erwartungen zu hoch waren, als dass man diese hätte befriedigen können.

Das tut dem Roman aber keinen Abbruch und ich kann jedem die gesamte „Honigtot-Sage“, den ersten Teil „Honigtot“, einen kurzen Zwischenteil „Solange es Schmetterlinge gibt“, und natürlich „Marlene“ nur ans Herz legen.


Alles in allem war „Marlene“ wieder ein sehr gelungener Roman von Hanni Münzer, welcher einen sehr wichtigen Teil unserer deutschen Geschichte aufgreift.

Wer den zweiten Teil „Marlene“ noch nicht gelesen hat, bzw. noch keinen Teil der Honigtot-Saga, sollte defintiv darüber nachdenken. Für mich ist diese Reihe eine der besten zurzeit, und definitiv toll für kalte Herbsttage auf der Couch.

Sterne: 4/5


Informationen zum Buch:

Verlag:        Piper Taschenbuch

Seiten:         544

Erchienen:  1. September 2016

Erster Teil:  Honigtot

Folgeteil:     Solange es Schmetterlinge gibt

Zweiter Teil: Marlene


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