Rezension – Ein Gentleman in Moskau von Amor Towles

Hallo ihr Lieben,

es ist Dienstag, somit Zeit für die Rezension zu „Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles. Ein Roman, welcher unscheinbar anders ist.

Warum „Ein Gentleman in Moskau“?

Ich habe schon einiges über Towles gelesen und gehört, jedoch nie ein Buch von ihm in den Händen gehalten. Vor einigen Monaten bin ich dann der Netgalley.de Community beigetragen, und es war tatsächlich das erste Buch, welches mir ins Auge gesprungen ist. Ich nutzt die Chance endlich mal ein Towles Buch zu lesen, und fragte es als Rezensionsexemplar an. Nun las ich es, und bin begeistert. Damit ihr wisst, worum es geht, hier einmal kurz der Klappentext:

Moskau, 1922. Der genussfreudige Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, ausgerechnet im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platz. Er muss alle bisher genossenen Privilegien aufgeben und eine Arbeit als Hilfskellner annehmen. Rostov mit seinen 30 Jahren ist ein äußerst liebenswürdiger, immer optimistischer Gentleman. Trotz seiner eingeschränkten Umstände lebt er ganz seine Überzeugung, dass selbst kleine gute Taten einer chaotischen Welt Sinn verleihen. Aber ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, während draußen Russland stürmische Dekaden durchlebt. Seine Stunde kommt, als eine alte Freundin ihm ihre kleine Tochter anvertraut. Das Kind ändert Rostovs Leben von Grund auf. Für das Mädchen und sein Leben wächst der Graf über sich hinaus.

 

Meine Meinung:

„Ein Gentleman in Moskau“ macht uns glücklich als Leser. Es ist endlich mal wieder ein Roman, der nicht vergleichbar ist mit anderen auf dem Markt. Nicht der dritte Märchenabklatsch, nicht der fünfte Versuch die Geschichte der Vampire neu zu schreiben. Dieser Roman ist ehrlich, intelligent, und elegant.

Ich habe mich zuvor nie mit der russischen Geschichte auseinandergesetzt, geschweige denn wirklich dafür interessiert. Graf Rostov sagte mir nur vom Namen her etwas, dank „Krieg und Frieden“, welches ich nie gelesen und beschnuppert habe. Nach 560 Seiten hat sich Rostov jedoch zu der liebsten Romanfigur diesen Herbsts entwickelt und nimmt auch den Platz in den Alltimfavorites ein.

Towles schafft es uns die Geschichte Rostovs in seinem kleinen Mikrokosmos des Hotels als große bunte Welt voller Überraschungen zu erzählen. Die Geschichte um den Grafen mit lebenslagem Hausarrest macht Lust auf Leben, Genießen und Fühlen. Es motiviert uns, oder jedenfalls mich, über den Tellerrand zu schauen, nicht alles für gegeben zu erachten, und mal alte Dinge neu zu entdecken.

Jede Romanfigur, sei es Rostov selbst, flüchtige Begegnungen, oder seine tote Schwester sind authentisch gestaltet. Man ist nicht nur in Moskau selbst, sondern im Leben des Grafen und erlebt mit.
Ich möchte wirklich jedem diesen wunderbaren und tiefgründigen Roman empfehlen.

 

Und insgesamt?

Bisher habe ich es nur auf dem Kindle. Da ich es „Ein Gentleman in Moskau“ unheimlich beeindruckend finde, wird es definitiv noch als Hardcover im Bücherregal einziehen.

Bibliographie:

Seiten: 560

Verlag: List Hardcover

Erschienen: 08 September 2017

Mehr Infos zu „Ein Gentleman in Moskau“ 

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