Rezension – Die Smartphone-Epidemie von Manfred Spitzer

Es war mal wieder Zeit für ein Non-Fiction Buch in meiner Leseroutine. Ich liebe es Bücher über Selfimprovement und -development zu lesen, und irgendwie gehört unser exzessive Smartphone Gebrauch ja doch zu unseren schlechten Habits. Deshalb habe ich mich sehr gefreut als mich „Die Smartphone-Epidemie“ als Rezensionsexemplar vom Klett-Cotta Verlag erreichte. Danke an dieser Stelle. Also worum geht’s eigentlich?

Klappentext:

Das Smartphone hat das Leben von mittlerweile fünf Milliarden Menschen auf dieser Erde in den letzten Jahren massiv verändert. Viele sehen nur die positiven Seiten, wenige machen sich Gedanken um die negativen Auswirkungen für unser Denken, Fühlen und Handeln. Smartphones schaden der Gesundheit, der Bildung und der Gesellschaft insgesamt! Es wird höchste Zeit, dem Hype durch Fakten zu begegnen. Wann wachen wir endlich auf?

In den letzten zehn Jahren hat das Smartphone die Welt mit enormer Geschwindigkeit erobert und den Alltag für seine vier Milliarden Nutzer verändert wie keine technische Neuerung zuvor. Von morgens bis abends, bei der Arbeit und im Privatleben: ohne Smartphone scheint einfach nichts mehr zu gehen. Über die gesundheitlichen Folgen machen sich mittlerweile sogar Investoren und Unternehmer Gedanken. Der Chef von Apple empfiehlt, Smartphones nicht in Schulen zu verwenden, der französische Präsident verbietet sie dort ganz und Süd-Korea hat seit Jahren Gesetze zum Schutz der Jugend vor den schlimmsten Folgen der Handynutzung. Smartphones schaden der Gesundheit, der Bildung und der Gesellschaft insgesamt! Wann wachen wir endlich auf?

 

Meine Meinung

Ich habe mich total darauf gefreut dieses Buch zu lesen. Leider hat es sich schnell geändert. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass es immens wichtig ist, auf unsere hohe Handynutzung und mögliche Auswirkungen aufmerksam zu machen. Und das tut Manfred Spitzer hiermit.

Warum hat sich die Freude nun doch gelegt? Viele der Untersuchungen und Studien die er zugrunde legt sind mehr als nachvollziehbar, jedoch hat Spitzer auch eine, meiner Meinung nach, sehr veraltete Ansicht auf Tech Companies und deren „Macht“ über uns als Nutzer. Google, Facebook – Alle super evil und nur auf ihr eigenes Wohl bedacht. Als Part der Techbranche hinterlassen solche Aussagen immer einen sehr bitteren Nachgeschmack bei mir, und ich kann solche Aussagen einfach nicht ernst nehmen. Dies hat sich dann auch auf die komplette Leseerfahrung ausgebreitet. Wenn Spitzer so unreflektiert über unsere Arbeit spricht, frage ich mich doch, inwiefern er beide Seiten der Medaille bei seinen restlichen Überlegen, Diskussionspunkten, und Aussagen betrachtet hat.

Trotz allem bringt Spitzer viele interessante Punkte über „Verblödung“ und Vereinsamung durch unsere Social Media und Handynutzung.

Und insgesamt?

Generell ein nettes Sachbuch, um zu sensibilisieren. Ich kann es nur nicht empfehlen aufgrund unreflektierter Aussagen über bestimmte Techbereiche.

Bibliographie:

Seiten: 367

Verlag: Klett-Cotta

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